Freitag, 3. Oktober 2025

Identitätspolitik in den USA

 Sandra Kostner hat schon im Jahr 2020 einen Beitrag verfasst über Identitätspolitik in den USA.

Zum Beitrag geht es hier:

https://www.ipg-journal.de/regionen/nordamerika/artikel/schuld-und-suehne-4501/


Buchempfehlung: "Postkoloniale Mythen" von Mathias Brodkorb

 "Postkoloniale Mythen" ist ein Buch von Mathias Brodkorb, das sich kritisch mit der Darstellung von Themen des Postkolonialismus in Museen befasst. Es bietet eine kritische Analyse der postkolonialen Theorie.

Mathias Brodkorb hat sich intensiv damit auseinandergesetzt, wie Kolonialismus in den ehemaligen Volkskundemuseen dargestellt wird. Dabei zeigt sich ein prägnanter Einfluss von Konzepten aus dem Postkolonialismus, die zu verbreiteten Einseitigkeiten führen. 

Hier gibt es eine ausführlichere Beschreibung des Buches  "Postkoloniale Mythen" von Mathias Brodkorb.

Postkolonialismus ist eine stark aktivistisch geprägte Strömung an Universitäten, die mit dem Kontext der Identitätspolitik verbunden ist.



 


Montag, 29. September 2025

Buchempfehlung: «Identitätspolitik» von Bernd Stegemann

Der Dramaturg und Schriftsteller Bernd Stegemann wirft in seinem Buch einen Blick auf Kernthemen der Identitätspolitik wie Opferkult, Cancel Culture, Critical Race Theory oder Wokeness. Er befasst sich dabei auch mit der Zukunft des Universalismus, der von identitätspolitischen Ideologien angegriffen wird. Das Buch bietet einen lesenswerten und nachvollziehbaren Einblick in diese Kontroversen und ihre Auswirkungen auf Demokratie und Gesellschaft.

Hier finden Sie eine ausführlichere Buchbesprechung von "Identitätspolitik" von Bernd Stegemann.

Bernd Stegemann studierte Philosophie und Germanistik an der FU Berlin und der Universität Hamburg, sowie später Schauspieltheater-Regieführung an der Hamburger Theaterakademie. Er ist Professor für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch.

Mehr zu Bernd Stegemann auf Wikipedia. 


Mittwoch, 4. Juni 2025

Valerie Wilms: "Meine zwei Leben" (Buchtipp)

Über zwei Wahlperioden bis 2017 war die transsexuelle Valerie Wilms als Bundestags-Abgeordnete in der Grünen-Fraktion aktiv. Nun hat sie ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: «Meine zwei Welten – Als Junge geboren – als Frau im Bundestag». Darin beschreibt sie nicht nur ihren Weg. Sie schildert auch die Gefahren, die das Selbstbestimmungsgesetz mit sich bringt und die Verirrungen eines aggressiv auftretenden Trans-Aktivismus.

Der Trans-Aktivismus ist eine gesellschaftliche Strömung, die sich aus de Identitätspolitik entwickelt hat.

Hier gehts zu einer Buchbesprechung und zu Interviews mit Valerie Wilms.


Frauenboxen: Kontroverse um Imane Khelif mit neuer Entwicklung

Imane Khelif hat 2024 in Paris im Frauenboxen die Goldmedaille gewonnen. Nun ist klar, dass Imane Khelif nicht mehr an Frauen-Wettbewerben teilnehmen darf. Ein Gutachten bestätigt endgültig: Imane Khelif hat XY-Chromosomen.

Transaktivismus und Identitätspolitik spielten eine grosse Rolle in dieser Kontroverse. Sie führten dazu, dass die meisten Medien sich unkritisch auf die Seite von Imane Khelif gestellt haben, und die Boxerinnen im Ragen stehen liessen.

Die Zeitschrift Emma fasst zusammen:

Imane Khelif: Aktenzeichen XY gelöst


Donnerstag, 8. Mai 2025

Was bedeutet der Begriff Politische Korrektheit (Political Correctness)?

 Der Begriff "Politische Korrektheit" (englisch: Political Correctness, oft abgekürzt als PC) bezieht sich auf den Versuch, Sprache, Verhaltensweisen und Richtlinien so zu gestalten, dass sie keine Gruppen von Menschen aufgrund von Merkmalen wie Rasse, Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Behinderung oder anderen geschützten Merkmalen diskriminieren oder beleidigen.

In der Identitätspolitik spielt die Politische Korrektheit (Political Correctness) eine wichtige Rolle.

Hier sind einige wichtige Aspekte der Politischen Korrektheit:

    Sprache: Politische Korrektheit betont die Verwendung von Sprache, die inklusiv und respektvoll ist. Dies kann bedeuten, bestimmte Begriffe zu vermeiden, die als abwertend oder diskriminierend empfunden werden könnten, und stattdessen neutralere oder respektvollere Begriffe zu verwenden.

    Sensibilisierung: Ein zentrales Anliegen der Politischen Korrektheit ist es, das Bewusstsein für die Auswirkungen von Sprache und Verhalten auf verschiedene Gruppen zu schärfen. Dies kann durch Schulungen, Richtlinien und öffentliche Diskussionen erreicht werden.

    Inklusion: Politische Korrektheit zielt darauf ab, eine inklusive Umgebung zu schaffen, in der sich alle Menschen unabhängig von ihren Merkmalen willkommen und respektiert fühlen.

    Kritik und Kontroversen: Der Begriff und die Praxis der Politischen Korrektheit sind nicht ohne Kontroversen. Kritiker argumentieren manchmal, dass Politische Korrektheit zu einer Überregulierung der Sprache führen kann oder dass sie die Meinungsfreiheit einschränkt. Befürworter hingegen betonen die Notwendigkeit, Diskriminierung und Beleidigungen zu vermeiden und eine respektvolle Kommunikation zu fördern.

Insgesamt geht es bei Politischer Korrektheit darum, eine Kultur des Respekts und der Inklusion zu fördern, indem man sich bewusst ist, wie Sprache und Verhalten andere beeinflussen können.

Hier gibt es vertiefte Infos zum Begriff der Politischen Korrektheit (Political Correctness).


Sonntag, 27. April 2025

Was ist Identitätspolitik?

 Identitätspolitik bezieht sich auf politische Ansätze und Bewegungen, die sich auf die Interessen und Identitäten bestimmter Gruppen konzentrieren, insbesondere von Minderheiten. Diese Politikform zielt darauf ab, die Stimmen und Anliegen von Gruppen, die historisch marginalisiert oder unterrepräsentiert wurden, in den politischen Diskurs einzubringen. Identitätspolitik kann sich auf verschiedene Merkmale stützen, darunter Ethnizität, Geschlecht, sexuelle Orientierung, Religion oder soziale Klasse.

Ein zentrales Anliegen der Identitätspolitik ist die Anerkennung und der Schutz der Rechte dieser Gruppen. Befürworter argumentieren, dass die Berücksichtigung von Identitäten notwendig ist, um soziale Gerechtigkeit zu fördern und Diskriminierung abzubauen. Sie betonen, dass die Erfahrungen und Perspektiven von Menschen, die aufgrund ihrer Identität benachteiligt sind, oft in politischen Entscheidungen ignoriert werden. Durch die Mobilisierung um identitätsbasierte Themen können diese Gruppen ihre Anliegen effektiver vertreten und Veränderungen bewirken.

Kritiker der Identitätspolitik hingegen warnen vor einer Fragmentierung der Gesellschaft. Sie argumentieren, dass eine zu starke Fokussierung auf Identität zu Spaltungen führen kann, anstatt gemeinsame Interessen zu fördern. Manche sehen in der Identitätspolitik eine Gefahr für den sozialen Zusammenhalt und plädieren stattdessen für eine universelle Politik, die alle Menschen unabhängig von ihrer Identität anspricht.

In der heutigen politischen Landschaft spielt Identitätspolitik eine bedeutende Rolle, insbesondere in Debatten über Rassismus, Geschlechtergerechtigkeit und LGBTQ+-Rechte. Der Diskurs ist oft komplex und vielschichtig, da er sowohl positive als auch negative Aspekte beinhaltet. Letztlich bleibt Identitätspolitik ein wichtiges Thema, das weiterhin die politischen und sozialen Bewegungen weltweit prägt.

Weitere Informationen zu diesem Thema:

Identitätspolitik auf Wikipedia

Was ist Identitätspolitik? (pro-demokratie.info)


Samstag, 11. Januar 2025

Was sind Triggerwarnungen?

Triggerwarnungen sind ein wichtiges Element im Kontext von Identitätspolitik / Wokeness.

Was sind Triggerwarnungen?

Triggerwarnungen sind Hinweise, die vor Inhalten warnen, die bei bestimmten Personen negative emotionale Reaktionen hervorrufen könnten. Diese Warnungen sind besonders wichtig in Kontexten wie psychologischen Behandlungen, sozialen Medien, Literatur oder Filmen, wo Themen wie Gewalt, Missbrauch, Trauer oder andere sensible Themen behandelt werden.

Das Ziel von Triggerwarnungen ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auf potenziell belastende Inhalte vorzubereiten oder diese zu vermeiden, um ihre psychische Gesundheit zu schützen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen allerdings, dass Trigerwarnungen eher negative Effekte haben. Siehe dazu:

Identitätspolitik: Was bringen Triggerwarnungen?

Wokeismus / Identitätspolitik als Hass auf den Westen

 Wokeismus sei die Installation des Hasses auf den Westen im Herzen des Westens. Es sei ein Todeskult. Das sagt der französische Philosoph Alain Finkelkraut im Gespräch mit der NZZ.

Israel sei für woke Aktivisten das Zentrum des Bösen, erklärt Finkielkraut. Deren Ideologie hält er für hartnäckiger als der Kommunismus, denn sie verbinde sich mit dem Islamismus.

Hier geht es zum Artikel:

«Wokeismus ist die Installation des Hasses auf den Westen im Herzen des Westens. Es ist ein Todeskult» NZZ)



Dienstag, 1. Oktober 2024

Buchtipp: Varnan Chandreswaran: «Gefangen in der Opferrolle – Warum Wokeness scheitert»

Der Psychologe Varnan Chandreswaran hat ein sehr lesenswertes Buch geschrieben zu den psychologischen Hintergründen von Wokeness bzw. Identitätspolitik. Er hat dazu umfangreiche wissenschaftliche Literatur ausgewertet.

Die Opferrolle, die in Wokenesss / Identitätspolitik eine zentrale Rolle spielt, beschreibt Varnan Chandreswaran sehr anschaulich.

Eine ausführlichere Besprechung des Buches gibt es hier:


Buchtipp: Varnan Chandreswaran: «Gefangen in der Opferrolle – Warum Wokeness scheitert»

Sonntag, 29. September 2024

Frank Furedi zur geschichtlichen Entwicklung der Identitätspolitik

 In der NZZ hat Frank Furedi einen lesenswerten Beitrag publiziert, in dem er auf die geschichtlichen Wurzeln der Identitätspolitik eingeht.

"Über sie wird auf aktuellen Foren heiss diskutiert, aber sie ist mitnichten ein neues Phänomen: die Identitätspolitik. Erfunden haben sie konservative Kräfte, die Ende des 18. Jahrhunderts gegen die Aufklärung Stellung bezogen. Umso erstaunlicher ist, dass sich heute vor allem linke Intellektuelle auf sie beziehen."

Zum vollständigen Text geht es hier weiter:

Identitätspolitik: Solidarität war gestern

Yascha Mounk: Identitätspolitik gefährdet die Demokratie | Sternstunde P...


Von Yascha Mounk gibt es ein sehenswertes Gespräch über Identitätspolitik in der Sendung Sternstunde Philosophie:


Von Yascha Mounk gibt es auch ein lesenswertes Buch zum Thema:

"Transphobie" als Kampfbegriff im Transaktivismus

Im Kontext der Identitätspolitik ist der Transaktivismus eine bedeutende Strömung. Der Transaktivismus verlangt zwar nachdrücklich Toleranz, ist jedoch selber gegenüber der Infragestellung der eigenen Dogmen hochgradig intolerant. Eine seiner beliebtesten Diffamierungsstrategien gegen «Abweichler» und Kritiker ist der Vorwurf der «Transphobie». Dabei fällt auf, wie unkritisch die meisten Medien diesen Kampfbegriff übernehmen.

Hier gibt es mehr zu diesem Thema:

Identitätspolitik: «Transphobie» als billige Diffamierungsstrategie


Freitag, 30. August 2024

Identitätspolitik zeigt auffallende Gemeinsamkeiten mit Verschwörungstheorien

 Zwischen Identitätspolitik und Verschwörungstheorien gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten.

Beispielsweise:

☛ Identitätspolitik und Verschwörungstheorien gehen beide davon aus, dass eine schwer oder gar nicht erkennbare Macht im Hintergrund entscheidende Vorgänge steuert und im Griff hat (Mechanistisches Menschen- und Gesellschaftsbild). Bei der Identitätspolitik besteht diese Macht nicht aus einer Gruppe von Verschwörern. Sie ist eingebrannt in gesellschaftliche Strukturen.

☛  Identitätspolitik und Verschwörungstheorien zeichnen gehen von einer Welt aus, die sich stark an einer Gut-Böse-Trennung orientiert. Bei der Verschwörungstheorie sind es die Verschwörer einerseits und ihre Opfer andererseits. Die Identitätspolitik trennt radikal in Täter-Kollektive und Opfer-Kollektive. Verschwörungstheorien und Identitätspolitik lehnen sich damit beide an alten religiösen Konzepten an, die beispielsweise im Manichäismus charakteristisch sind.

☛  Identitätspolitik und Verschwörungstheorien können für ein Gefühl der Erleuchtung sorgen. Die «Aufgewachten» fühlen sich als Avantgarde gegenüber den «Schlafschafen». Der Übergang vom «Schlafschaf» zum «Aufgewachten» ist oft mit einer Art von Erweckungserlebnis verknüpft. Sowohl Verschwörungstheorien als auch Identitätspolitik zeigen hier Ähnlichkeiten mit den religiösen Vorstellungen der Gnosis. Die Identitätspolitik verstärkt diese religiösen Elemente noch durch eine Vorstellung, die der Erbsünde gleicht. Danach tragen weisse Menschen die Erbsünde des Rassismus mit sich, unabhängig davon ob sie sich rassistisch verhalten oder nicht. Diese Schuld zu bekennen ist folgerichtig ein Weg hin zum «Aufgewachten». Der in dieser Szene gern verwendete Begriff «woke» bedeutet, dass Menschen, die die «Matrix» erkannt haben, nun buchstäblich «erwacht» sind.

☛ Durch die Illusion des Tiefenblicks können sowohl Identitätspolitik als auch Verschwörungstheorien das Gefühl der Einzigartigkeit vermitteln.

☛ Sowohl Verschwörungstheoretiker als auch Identitätsideologen recherchieren und forschen in der Regel nicht ergebnisoffen. Im Gegenteil: Sie behaupten, dass es so und so ist. Im Nachhinein suchen sie Belege für ihre Überzeugungen.

☛ Verschwörungstheorien und Identitätspolitik sind sich auch darin ähnlich, dass in ihnen Argumente und Begründungen kaum eine Rolle spielen.

Einen erweiterten Artikel zu diesem Thema finden Sie hier:

Identitätspolitik – die Gemeinsamkeiten mit Verschwörungstheorien


Donnerstag, 29. August 2024

Warum Identitätspolitik der Wissenschaft schadet

 Identitätspolitik schadet der Wissenschaft auf verschiedene Weise.

Erstens durch eine Standpunkttheorie. Zweitens durch die Absolutsetzung von Gefühlen, wodurch der Austausch von Argumenten oft unter den Tisch fällt. Drittens mangelt es der Forschung im Bereich der Identitätspolitik sehr oft an der Ergebnisoffenheit.

Detaillierter beschrieben werden diese Einflüsse hier:

Identitätspolitik unterminiert Wissenschaft


Identitätspolitik in den USA

 Sandra Kostner hat schon im Jahr 2020 einen Beitrag verfasst über Identitätspolitik in den USA. Zum Beitrag geht es hier: https://www.ipg-j...