Samstag, 11. Januar 2025

Was sind Triggerwarnungen?

Triggerwarnungen sind ein wichtiges Element im Kontext von Identitätspolitik / Wokeness.

Was sind Triggerwarnungen?

Triggerwarnungen sind Hinweise, die vor Inhalten warnen, die bei bestimmten Personen negative emotionale Reaktionen hervorrufen könnten. Diese Warnungen sind besonders wichtig in Kontexten wie psychologischen Behandlungen, sozialen Medien, Literatur oder Filmen, wo Themen wie Gewalt, Missbrauch, Trauer oder andere sensible Themen behandelt werden.

Das Ziel von Triggerwarnungen ist es, Menschen die Möglichkeit zu geben, sich auf potenziell belastende Inhalte vorzubereiten oder diese zu vermeiden, um ihre psychische Gesundheit zu schützen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen allerdings, dass Trigerwarnungen eher negative Effekte haben. Siehe dazu:

Identitätspolitik: Was bringen Triggerwarnungen?

Wokeismus / Identitätspolitik als Hass auf den Westen

 Wokeismus sei die Installation des Hasses auf den Westen im Herzen des Westens. Es sei ein Todeskult. Das sagt der französische Philosoph Alain Finkelkraut im Gespräch mit der NZZ.

Israel sei für woke Aktivisten das Zentrum des Bösen, erklärt Finkielkraut. Deren Ideologie hält er für hartnäckiger als der Kommunismus, denn sie verbinde sich mit dem Islamismus.

Hier geht es zum Artikel:

«Wokeismus ist die Installation des Hasses auf den Westen im Herzen des Westens. Es ist ein Todeskult» NZZ)



Dienstag, 1. Oktober 2024

Buchtipp: Varnan Chandreswaran: «Gefangen in der Opferrolle – Warum Wokeness scheitert»

Der Psychologe Varnan Chandreswaran hat ein sehr lesenswertes Buch geschrieben zu den psychologischen Hintergründen von Wokeness bzw. Identitätspolitik. Er hat dazu umfangreiche wissenschaftliche Literatur ausgewertet.

Die Opferrolle, die in Wokenesss / Identitätspolitik eine zentrale Rolle spielt, beschreibt Varnan Chandreswaran sehr anschaulich.

Eine ausführlichere Besprechung des Buches gibt es hier:


Buchtipp: Varnan Chandreswaran: «Gefangen in der Opferrolle – Warum Wokeness scheitert»

Sonntag, 29. September 2024

Frank Furedi zur geschichtlichen Entwicklung der Identitätspolitik

 In der NZZ hat Frank Furedi einen lesenswerten Beitrag publiziert, in dem er auf die geschichtlichen Wurzeln der Identitätspolitik eingeht.

"Über sie wird auf aktuellen Foren heiss diskutiert, aber sie ist mitnichten ein neues Phänomen: die Identitätspolitik. Erfunden haben sie konservative Kräfte, die Ende des 18. Jahrhunderts gegen die Aufklärung Stellung bezogen. Umso erstaunlicher ist, dass sich heute vor allem linke Intellektuelle auf sie beziehen."

Zum vollständigen Text geht es hier weiter:

Identitätspolitik: Solidarität war gestern

Yascha Mounk: Identitätspolitik gefährdet die Demokratie | Sternstunde P...


Von Yascha Mounk gibt es ein sehenswertes Gespräch über Identitätspolitik in der Sendung Sternstunde Philosophie:


Von Yascha Mounk gibt es auch ein lesenswertes Buch zum Thema:

"Transphobie" als Kampfbegriff im Transaktivismus

Im Kontext der Identitätspolitik ist der Transaktivismus eine bedeutende Strömung. Der Transaktivismus verlangt zwar nachdrücklich Toleranz, ist jedoch selber gegenüber der Infragestellung der eigenen Dogmen hochgradig intolerant. Eine seiner beliebtesten Diffamierungsstrategien gegen «Abweichler» und Kritiker ist der Vorwurf der «Transphobie». Dabei fällt auf, wie unkritisch die meisten Medien diesen Kampfbegriff übernehmen.

Hier gibt es mehr zu diesem Thema:

Identitätspolitik: «Transphobie» als billige Diffamierungsstrategie


Freitag, 30. August 2024

Identitätspolitik zeigt auffallende Gemeinsamkeiten mit Verschwörungstheorien

 Zwischen Identitätspolitik und Verschwörungstheorien gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten.

Beispielsweise:

☛ Identitätspolitik und Verschwörungstheorien gehen beide davon aus, dass eine schwer oder gar nicht erkennbare Macht im Hintergrund entscheidende Vorgänge steuert und im Griff hat (Mechanistisches Menschen- und Gesellschaftsbild). Bei der Identitätspolitik besteht diese Macht nicht aus einer Gruppe von Verschwörern. Sie ist eingebrannt in gesellschaftliche Strukturen.

☛  Identitätspolitik und Verschwörungstheorien zeichnen gehen von einer Welt aus, die sich stark an einer Gut-Böse-Trennung orientiert. Bei der Verschwörungstheorie sind es die Verschwörer einerseits und ihre Opfer andererseits. Die Identitätspolitik trennt radikal in Täter-Kollektive und Opfer-Kollektive. Verschwörungstheorien und Identitätspolitik lehnen sich damit beide an alten religiösen Konzepten an, die beispielsweise im Manichäismus charakteristisch sind.

☛  Identitätspolitik und Verschwörungstheorien können für ein Gefühl der Erleuchtung sorgen. Die «Aufgewachten» fühlen sich als Avantgarde gegenüber den «Schlafschafen». Der Übergang vom «Schlafschaf» zum «Aufgewachten» ist oft mit einer Art von Erweckungserlebnis verknüpft. Sowohl Verschwörungstheorien als auch Identitätspolitik zeigen hier Ähnlichkeiten mit den religiösen Vorstellungen der Gnosis. Die Identitätspolitik verstärkt diese religiösen Elemente noch durch eine Vorstellung, die der Erbsünde gleicht. Danach tragen weisse Menschen die Erbsünde des Rassismus mit sich, unabhängig davon ob sie sich rassistisch verhalten oder nicht. Diese Schuld zu bekennen ist folgerichtig ein Weg hin zum «Aufgewachten». Der in dieser Szene gern verwendete Begriff «woke» bedeutet, dass Menschen, die die «Matrix» erkannt haben, nun buchstäblich «erwacht» sind.

☛ Durch die Illusion des Tiefenblicks können sowohl Identitätspolitik als auch Verschwörungstheorien das Gefühl der Einzigartigkeit vermitteln.

☛ Sowohl Verschwörungstheoretiker als auch Identitätsideologen recherchieren und forschen in der Regel nicht ergebnisoffen. Im Gegenteil: Sie behaupten, dass es so und so ist. Im Nachhinein suchen sie Belege für ihre Überzeugungen.

☛ Verschwörungstheorien und Identitätspolitik sind sich auch darin ähnlich, dass in ihnen Argumente und Begründungen kaum eine Rolle spielen.

Einen erweiterten Artikel zu diesem Thema finden Sie hier:

Identitätspolitik – die Gemeinsamkeiten mit Verschwörungstheorien


Identitätspolitik in den USA

 Sandra Kostner hat schon im Jahr 2020 einen Beitrag verfasst über Identitätspolitik in den USA. Zum Beitrag geht es hier: https://www.ipg-j...